Gesetz des eingeschränkten Wettbewerbes

Aus Nuevalandia
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Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an. (Häuptling Seattle, Nord-Amerika)

Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem And´ren zu. (Sprichwort)

Inhalt des Gesetzes

Naturgesetzliche Bestimmung

  • Das Gesetz des eingeschränkten Wettbewerbes kann als Naturgesetz ähnlich dem Gravitationsgesetz angesehen werden.
  • Ohne die Einhaltung dieses Gesetzes hätte sich das Leben auf der Erde nicht entfalten können.
  • Die Evolution sowie die Vielfalt der Arten zur Stabilisierung und Absicherung des Lebens basieren auf diesem Gesetz.

Kooperation & Konkurrenz im Gleichgewicht

  • Das Gesetz fordert ein Gleichgewicht von Kooperation und Konkurrenz.
  • Dabei ist das Gebiet, auf welchem konkurriert wird, sowie das Gebiet der Kooperation, genau festgelegt:

Konkurrenz: Es herrscht eine extreme Konkurrenz im eigenen Überleben sowie der eigenen Weiterentwicklung.

Kooperation: Die "Rivalen" werden in ihrer Entwicklung und in ihrem eigenen Überlebenskampf nicht benachteiligt.

Übertretung des Gesetzes

  • Eine Übertretung des Gesetzes durch ein Individuum (bzw. Art, Gruppe, Nation), kann diesem kurzfristig einen Mehrwert zu Lasten anderer (Gesellschaft bzw. Natur) bringen.
  • Übertretungen des Gesetzes können nur zeitweise toleriert werden. Langfristig führt eine Übertretung des Gesetzes nicht nur zur Zerstörung anderer, sondern auch des Übertreters selbst!

Beispiele aus der Natur

Einhaltung des Gesetzes

Das Gesetz wird in der Natur prinzipiell eingehalten, z.B:

  • Bienen
    • Konkurrenz: Ein Bienenvolk lässt niemanden an den Honig oder den Nachwuchs im Bienenstock ran.
    • Kooperation: An die Blüten und Blumen, woher sie ihre Nahrung gewinnen, lassen die Bienen sogar "Rivalen" ran.
  • Raubtier
    • Konkurrenz: Ein Löwe oder ein anderes Raubtier tötet um zu überleben und nimmt vielleicht auch manchmal den Rivalen (Nahrungskonkurrenten) deren Beute weg und ist sie selbst.
    • Kooperation: Die Raubtiere töten aber nie ihre Rivalen, damit diese ihnen nicht mehr soviel "weg essen".

Übertretung des Gesetzes

Übertretungen sind nur zeitweise möglich und enden meist mit der Zerstörung des Übertreters, z.B:

  • Krebs
    • Durch das immer weitere Krebswachstum von Zellen wird gegen das Kooperations-Prinzip des Gesetzes verstoßen.
    • Die Folge ist, dass der Krebs mit seinem Wirt ausgelöscht wird.
  • Algenwachstum
    • Analog des Krebses wirkt ein aus dem Gleichgewicht geratenes Algenwachstum (z.B. durch zu viel Nährstoffzufuhr aufgrund der Überdüngung der Felder) zur Zerstörung auch der Algen.
    • Ab einem bestimmten Grad kippt das Gewässer um und alles Leben wird zerstört.
  • Supernova
    • Das immer weitere Wachstum eines Sterns endet in einer grandiosen Supernova (Sternexplosion)
    • Damit werden nicht nur evtl. in der Nähe befindliche Planeten oder Sterne vernichtet, sondern auch der "Gesetzesübertreter" selbst ausgelöscht.

Beispiele aus der Gesellschaft

Ein gutes Beispiel der Einhaltung o.g. Gesetzes liefert der Sport und die Universitäten:

Sport

  • Konkurrenz: Zwischen den einzelnen Sportlern (z.B. 100m-Lauf) herrscht eine extreme Konkurrenz um die ersten Plätze. Ansonsten wäre es ja auch langweilig.
  • Kooperation: Die "Rivalen" werden allerdings nicht in ihrem Training und Chancen beschnitten (die Konkurrenten werden nicht absichtlich verletzt oder sonst wie benachteiligt um eigene Vorteile zu erlangen). Auch die Regeln sind für alle gleich. Oftmals trifft man sich außerhalb der Wettkämpfe auch privat und es bilden sich sogar Freundschaften.
  • Einzelne "Übertretungen" der Kooperation sind z.B. Doping oder gezielte Beeinflussung der Konkurrenten (z.B. im Fußball absichtliche Beschimpfung des Gegners in der Hoffnung der andere währt sich mit der Faust und erhält eine rote Karte). Diese unfairen Handlungsweisen werden allerdings kontrolliert und unterbunden.
  • In dem Moment wo eine Sportgruppe oder Sportart das Gesetz zu sehr übertritt (z.B. mit gravierenden Korruptions-, Doping- oder sonstigen Skandalen), schwindet das Zuschauerinteresse und damit die Einnahmen. Entweder es wird wieder das Gesetz befolgt oder "setzt sich selbst ins Abseits".

Universität

  • Konkurrenz: Zwischen den verschiedenen Uni's herrscht eine große Konkurrenz um Renommee, Studenten, wissenschaftliche Errungenschaften, Ideen usw.
  • Kooperation: Allerdings werden die "Rivalen-Uni's" nicht absichtlich geschädigt um am Ende besser dazustehen. Z.B. gibt es kaum Fälle, wo renommierte Professoren gezielt von einer Konkurrenz-Uni abgeworben werden. Im Gegenteil gibt es hier viele Kooperationen und auch gemeinsame Entwicklungsarbeiten zwischen Universitäten und auch mit Wirtschaftsunternehmen.

Im Gegensatz zu Sport und Universität wird das Gesetz leider in den grundlegenden & bestimmenden Bereichen von Politik & Wirtschaft kaum eingehalten. Dies wird von den meisten auch als normal angesehen, da es "schon immer so war". Allerdings werden seit einigen Jahren vermehrt kleine Alternativen ausprobiert und entwickeln sich.

  • Folgende Tabelle liefert eine Gegenüberstellung einiger praktischer Beispiele aus verschiedenen Bereichen.
  • Es wird daran deutlich, wie eine notwendige oder gewünschte Sache "gegen das Gesetz" (Altland) oder "im Einklang mit dem Gesetz" (Neuland) organisiert werden kann.
  • Dabei ist zu beachten, dass manche Beispiele verschiedene Facetten haben und nicht unbedingt alle Seiten nur Neuland oder Altland sind. In fast jedem "Neuland-Projekt" werden sich in gewissen Details auch immer Altland-Aspekte finden. Dies wirkt dann aber kaum schädlich, sondern eher inspirierend.
Übertretung des Gesetzes (Schädigung anderer) Im Einklang des Gesetzes (Gleichgewicht von Konkurrenz und Kooperation)
Betriebssystem Windows ist proprietär und reine Konkurrenz:
  • Konkurrenten werden gezielt angegriffen, gestört oder eingeschränkt.
  • Es wird versucht gezielt Abhängigkeiten zu erzeugen (z.B. mit der Kopplung von Software an nur dieses Betriebssystem).
  • Niemand darf eine Idee nutzen und selbst weiterentwickeln. Der Programmcode ist geschützt und niemand darf ihn für eigene Zwecke verbessern.
Linux ist eine Freie Software:
  • Konkurrenz besteht in der "Entwicklung des besten Betriebssystems". Dabei wird nicht nur mit Windows konkurriert, sondern auch unter den verschiedenen Linux-Systemen wie z.B. OpenSuse und Ubuntu.
  • Allerdings wird die Konkurrenz nie angegriffen oder gestört.
  • Kooperation: Der Programmcode ist für jeden frei zugänglich und kann von jedem (auch kommerziellen Nutzern) kopiert und verbessert werden.
Landkarten-Daten Google-Maps
  • Die Kartendaten unterliegen dem Copyright und dürfen nicht geändert werden.
  • Google behält sich alle Rechte vor und teilt sein Wissen nicht mit anderen.
OpenStreetMap
  • Konkurrenz besteht zu anderen Anbietern von Karten und Kartendaten. Hier will man sich selbst immer weiter entwickeln und das eigene Produkt verbessern.
  • Kooperation: Die errungenen Geodaten und Karten sind für jeden frei nutzbar und auch veränderbar. Sie unterliegen dem "Copyleft" und die Weitergabe, Veränderung und Weiterentwicklung ist erwünscht.
Technologien Großtechnologie
  • macht Lieferanten oder Kunden abhängig und nutzt die Monopolstellung gegenüber anderen aus zur Generierung leistungsloser Gewinne.
Mittlere Technologien
  • Konkurrenz besteht zur entsprechenden Großtechnologie. Hier muss in Qualität und Kosten mitgehalten werden.
  • Kooperation: durch mittlere Technologien können andere nicht geschädigt werden oder in Abhängigkeit geraten. Bei überhöhten Preisen kann diese Technologie selbst angeschafft werden. Deswegen kann damit auch niemand "über den Tisch gezogen" werden.
Traktor John Deere
  • Proprietärer Traktor, Teile und Traktor unterliegen dem Patentschutz und dürfen nicht verändert oder nachgebaut werden.
  • Kunden können kaum eigene Verbesserungen einbringen, Entwicklung wird einseitig vom Hersteller bestimmt (nur was auch genügend Profit bringt, wird gemacht).
LifeTrac (Freier Traktor)
  • Konkurrenz besteht zu anderen (auch kommerziellen) Traktoren. Hier liegt man im Wettbewerb um das bessere Produkt.
  • Kooperation: Konkurrenten werden nicht benachteiligt und von eigenen Entwicklungen durch Patentrechte ausgeschlossen:
    • Zum Nachbau und individuellen Weiterentwicklungen ist jeder eingeladen.
    • Erfahrungen und Verbesserungen daraus kommen dann allen Nutzern zugute.
    • Durch die Nutzen- (anstatt Profit-) Ausrichtung bedeutend weniger Material- sowie Unterhaltungskosten. Frei von Herstellerabhängigkeiten.
Pharma-Patente Aids-Medikamente:
  • Aufgrund der Monopolstellung durch den Patentschutz werden die Medikamente überteuert verkauft und der Verkauf von bedeutend günstigeren Generika unterbunden.
  • Dadurch sterben unnötigerweise tausende Menschen frühzeitig in den ärmeren Ländern.
Freie Patente

(Die Entwicklungskosten sind von den Produktionskosten abgekoppelt und werden bei Erfolg über unabhängige Geldprämien finanziert)

  • Konkurrenz besteht weiterhin um die Entwicklung und Verbesserung benötigter Medikamente (als Anreiz winken die Geldprämien).
  • Kooperation: Die entwickelten Medikamente sind für jeden Hersteller frei produzierbar (die benötigte Grundlage ist für jeden frei verfügbar). Es gibt keine überteuerten Monopolpreise mehr oder andere Abhängigkeiten von einem Rechteinhaber.
Organisation von Abläufen im Unternehmen Zentral-hierarchisch
  • Die Prozesse und Aufgaben im Unternehmen werden traditionell von oben vorgegeben, gesteuert und kontrolliert. Die "Chefs" haben damit eine gewisse Macht über ihre "Untergebenen".
  • Diese Macht wird immer wieder zu Lasten der "Untergebenen" oder auch des Unternehmens zum eigenen Vorteil ausgenutzt.
  • In der Belegschaft selbst ist oft eine "Ellenbogenmentalität" festzustellen. Wissen wird nicht weitergegeben oder sogar andere Kollegen benachteiligt oder gemobbt um selbst besser dazustehen.
Selbstorganisation bei SEMCO
  • Konkurrenz besteht unter den Mitarbeitern um die beste Lösung eines Problems und um Ideen das Unternehmen voranzubringen.
  • Kooperation: Allerdings werden alle Ergebnisse geteilt und alles wird dem gemeinsamen Unternehmenserfolg untergeordnet. Falls ein Mitarbeiter nur an sich denkt und z.B. eigene, auch für andere wichtige Arbeiten, nicht mit den anderen teilt (Nicht-Kooperation bzw. "Ellenbogen-Mentalität"), wird er von der Projektgruppe aussortiert werden.
Staatenbildung Deutscher Bund
  • Die Bildung des Deutschen Bundes erfolgte mit einem großen Machtunterschied der Staaten.
  • Das mächtige Preußen "regierte" über die anderen Länder hinweg und war vor allem auf eigene Vorteile ohne die Interessen der anderen zu berücksichtigen aus.
  • Der Deutsche Bund hielt deswegen nur wenige Jahrzehnte.
Heiliges Römische Reich deutscher Nationen
  • Das "Heilige Römische Reich deutscher Nationen" stellte ein Machtgleichgewicht dar, in welchem kein "übermächtiger" Staat die anderen ausnutzen konnte.
  • Auch der Kaiser hatte kaum eigene Macht und war auf die Unterstützung der Länder angewiesen (konnte also auch kein Ego-Spiel betreiben).
  • Das Reich hielt 1.000 Jahre.
  • Ähnlich "ausgewogen" sind die einzelnen Staaten, welche sich zur USA zusammengeschlossen haben oder die Kantone der Schweiz.
Cola Coca-Cola:
  • Proprietärer Hersteller, verdient das meiste Geld mit Lizenzen und Marke.
  • Das Rezept darf nicht selbst genutzt werden und auch nicht verändert (verbessert) werden.
Premium-Cola:
  • Offene Mitbestimmung, Gewinne kommen allen Konsumenten über Preissenkungen zu Gute.
Umweltpolitik effizienterer Ressourcenverbrauch (z.B. weniger konsumieren):
  • kann Schäden reduzieren, richtet aber weiterhin Schäden gegenüber der Natur an.
  • Damit wird weiterhin das Gesetz übertreten.
Cradle to Cradle:
Einkommen Einkommen aus Arbeit
  • In Zeiten, in denen nicht mehr genug sinnvolle und angemessen bezahlte Arbeit für alle vorhanden ist, aber jeder auf Arbeit angewiesen ist um ein Einkommen zu haben, geht dies nur zu Lasten anderer:
    • es wird zusätzliche dann aber meist unsinnige oder schädliche Arbeit subventioniert (Wirtschaftswachstum)
    • die benötigten Arbeitsplätze werden über unangemessene Niedriglöhne zur Verfügung gestellt.
    • es entsteht eine große Konkurrenz um die verblieben "guten" Arbeitsplätze. Auch untereinander der Mitarbeiter selbst (Ellenbogenmentalität).
Grundeinkommen
  • Mit einem bedingungsloses Grundeinkommen wird die Arbeit vom notwendigen Einkommen abgekoppelt.
  • Die Menschen und auch die Politik müssen dann nicht mehr die Schädigung anderer in Kauf nehmen um für alle Arbeit (=Einkommen) zu organisieren.
Geld Monopolisierte, zinsbasierte Währung
  • Aufgrund des Zinseffektes erfolgt eine automatische Umverteilung von den kleineren Vermögen zu den größeren. Die Konzentration von Vermögen auf der einen Seite und Verarmung des Restes schreitet selbständig immer weiter fort.
  • Eine einzige Währung ist nicht optimal für alle Zwecke. Die traditionellen Währungen fließen nur dort hin, wo die Rendite stimmt. Damit werden andere wichtige Bereiche ausgeschlossen (z.B. für Soziales) bzw. muss der Staat für eine Umverteilung sorgen, welche aber immer schwieriger wird.
  • Durch das Geldmonopol können die Menschen nicht einfach zu einem gerechterem Tauschmittel wechseln.
Freie Geldsysteme
  • können für bestimmte Zwecke geschaffen werden und stehen damit bei Bedarf zur Verfügung.
  • sind meist selbstreguliert (keine Selbst-Konzentration von Vermögen).
  • Somit wird niemand mehr ausgeschlossen und niemand braucht mehr unangemessen für die Kapitalbedienung arbeiten.

Bedeutung des Gesetzes für unsere Gesellschaft

Für unsere Gesellschaft lautet die Vorgabe des Gesetzes:

  • Konkurrenz ist sehr wohl erwünscht und notwendig:
    • Dabei geht es um den Wettbewerb um die besten Ideen, den größtmöglichen Nutzen, Anerkennung usw.
  • Kooperation ist notwendig auf folgendem Gebiet:
    • faires Teilen von benötigten Grundlagen wie Ressourcen, Infrastrukturen, Wissen, Erfahrungen usw.
    • Dies beinhaltet, dass andere Menschen oder die Natur in ihren Belangen respektiert und nicht geschädigt oder in ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden.

Kapitalismus & Sozialismus sind auf einem Auge blind

Sowohl Kapitalismus als auch Sozialismus verstoßen gegen das Gesetz des eingeschränkten Wettbewerbes:

Blinder Kapitalismus

Konkurrenz ohne Kooperation

  • Die Vertreter des Kapitalismus (bzw. der freien Marktwirtschaft) Übertretung das Gesetz des eingeschränkten Wettbewerbes indem sie das Heil in der reinen Konkurrenz sehen ("der Markt reguliere alles selbst, der Staat stört dabei nur"). Geregelte Kooperation gibt es nicht.
  • Dabei wird die Schädigung von Rivalen (z.B. durch aufkaufen, Preiskämpfe, Aneignung von Lebensgrundlagen) in Kauf genommen oder sogar unterstützt.

Kapitalismus als Naturprinzip?

  • Wenn die Natur nach dem Prinzip der freien Marktwirtschaft verfahren würde, gäbe es auf jeder Rivalen-Ebene nur noch 1 überlebende Art. Und zwar die stärkste.
  • Die Welt wäre dann ziemlich langweilig und aber vor allem extrem anfällig auf Änderungen der Umweltbedingungen. Bei dem "kleinsten Husten" wäre dann die jeweils 1 überlebende Art schnell ausgestorben und die ganze Evolution würde wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.
  • Die immense Vielfalt der Arten und Redundanz macht es erst möglich, dass das Leben so flexibel und anpassungsfähig ist. Die Vielfalt ist somit eine notwendige Basis für das Leben an sich (s. auch Größenproblematik).

Erfahrungen durch Kapitalismus

  • Das gleiche, wie in der Natur passieren würde, passiert übrigens vor unseren Augen in der hochgelobten freien Marktwirtschaft. Das Prinzip der Profitmaximierung ohne Einschränkung ist hier das problematische Fundament:
    • Es gibt immer mehr Zusammenschlüsse und Konzentrationen.
    • Der "Raubtierkapitalismus" (Vorgehensweise von Hedge-Fonds, riskante Spekulationen...) nimmt immer mehr zu. (Wobei ein Raubtier noch freundlicher ist, da es wie oben beschrieben keine Rivalen angreift oder vernichtet.)
    • Die private Aneignung von Lebensgrundlagen konzentriert sich immer mehr in den Händen weniger und macht immer mehr Menschen abhängig.
  • Durch diese Tendenzen ergeben sich dann Monopolstellungen.
  • Sobald eine Monopolstellung erreicht ist, wird diese ausgenutzt und der bis dahin sinnvolle freie Wettbewerb um die beste Qualität, Service, Preise, Innovationen usw. kippt in sein Gegenteil um und schädigt die Gesellschaft durch schlechte Qualität, Service, Preise und fehlende Innovationen und Kreativität.

Der freie Markt in allen Belangen (wie vom Kapitalismus gepredigt), schafft sich demnach selbst ab. Die Gesellschaft verkommt dann schnell vom Gewinner zur "Geisel der großen Monopolisten". Schmerzliche Erfahrungen daraus durften viele Länder in Lateinamerika sammeln, welche sich auf die Freihandelsabkommen der USA eingelassen hatten. Auch die Politik der Marktöffnung durch WHO, IWF und Weltbank (z.B. mit ihren Strukturanpassungsprogrammen) hat den Entwicklungsländern mehr Schaden als Nutzen gebracht.

Inzwischen wird die "freie Marktwirtschaft" als Allheilmittel aufgrund der gemachten Erfahrungen immer mehr hinterfragt. Und es wird versucht ihn etwas mehr "an die Kandare" zu nehmen. Z.B.:

  • Die Bundesnetzagentur soll für einen fairen Wettbewerb bei bestimmten Infrastrukturmonopolen sorgen. Das gelingt allerdings nur sehr bedingt.
  • Es wird diskutiert mit einer Finanztransaktionssteuer die Börsenspekulationen einzudämmen
  • Es wird diskutiert die Rating-Agenturen haftbar zu machen.
  • Die Weltbank hat sich inzwischen von den Strukturanpassungsprogrammen verabschiedet (IWF und andere "Entwicklungshelfer" arbeiten weiterhin damit).

Meist bleibt aber leider von solchen Änderungen und Vorschlägen aufgrund des Lobbyismus nicht viel übrig. Oder die Wirtschaftsinstitutionen finden eine andere Lücke.

Warum nicht gleich das Natur-Gesetz des eingeschränkten Wettbewerbes in unseren menschlichen Gesetzen, Regeln und dem Steuersystem umsetzen?

Blinder Sozialismus

Kooperation ohne Konkurrenz

  • Während der Kapitalismus durch einseitige Konkurrenz das Gesetz des eingeschränkten Wettbewerbes schädigt, erfolgt dies im Sozialismus durch das Fehlen von Konkurrenz.
  • Wenn im Sozialismus jeder gleich bezahlt (anerkannt) wird, egal ob er sich Mühe gibt oder nicht, ob er viel oder wenig arbeitet, dann ist dies nicht sehr innovations-fördernd.
  • Außerdem erstickt der Sozialismus mit seiner "Gleichmacherei", den Großbetrieben sowie dem "übergroßen, zentralen" Staat die Vielfalt als Basis des Lebens. Er bewirkt somit das gleiche Resultat wie der "Raubtierkapitalismus".

Naturschutz als falsche Logik

  • Das Wort "Naturschutz" trägt zu einer falschen Vorstellung bei. Wir brauchen die Natur nicht zu schützen, sie schützt sich selbst durch das hier beschriebene Gesetz.
  • Allerdings müssen wir uns selbst als Zweig der Evolution schützen und dafür auch Verantwortung übernehmen!
  • Für alles was wir unter der Etikette "Natur- und Umweltschutz" anstellen, wäre der Name "Selbstschutz" angemessener. Vielleicht würden dann auch mehr Menschen die Zusammenhänge und unsere Abhängigkeit von der Natur klarer.

Der Natur ist relativ egal, ob wir uns an das Gesetz halten oder nicht:

  • Wenn wir das Gesetz zu sehr mit Füßen treten und immer weitere Arten (und damit unsere eigene Lebensgrundlage) auslöschen, kann auch der Mensch irgendwann nicht mehr erhalten werden.
  • Die Natur hat dann wieder "Luft" und genug Zeit um sich in aller Ruhe zu regenerieren.
  • Der Mensch war dann lediglich eine Sackgasse der Evolution, welche sich an anderer Stelle entwickeln wird.

Pflicht und Kür

Das o.g. Szenario der Selbstzerstörung wird keiner wollen (obwohl gerade mit Volldampf darauf zusteuern). Vernünftiger wäre es, unsere Aktivitäten nach dem Gesetz auszurichten. Dabei können die Qualitäten "Pflicht" (=Notwendigkeit) und "Kür" (=Verbesserte Lebensqualität) unterschieden werden:

Pflicht: Es muss sich alles ändern, wenn alles so bleiben soll wie es ist...

  • nicht im "Kampf", sondern im Einklang mit unserem Planeten leben!
  • Dies ist inzwischen zu einer Pflicht für uns geworden, falls wir unsere Gesellschaft und Zivilisation nicht zerstören wollen.
  • Als "Bonus" bleibt uns außerdem die Vielfalt, das Wunder und die Schönheit des blauen Planeten erhalten.

Kür: Nicht nur den "Status quo" erhalten, sondern eine neue, ungeahnte Lebensqualität schaffen...

  • Wir können das Gesetz nicht nur im Verhalten gegenüber der Natur anwenden (Pflicht), sondern auch im zwischenmenschlichen und gesellschaftlichem Verhalten.
  • Dadurch bekämen wir eine viel lebenswertere Gesellschaft mit tatsächlichem Reichtum und Lebensqualität. Hass und Armut würde verschwinden.

Neuland widmet sich ausdrücklich Pflicht und Kür (s.Was will Neuland?).

Übertretung des Gesetzes

  • Die Gesetzesübertretungen, egal ob "Pflicht" oder "Kür", bezeichnen wir hier als Altland. Eine Rückkehr zur Einhaltung des Gesetzes stellt Neuland dar.

Geschichte der Übertretung

  • Mehrere Millionen Jahre verstieß der Mensch nicht gegen das Gesetz (hatte noch keine Gelegenheit dazu).
  • Die Übertretung begann dann vor 10.000 Jahren und wurde immer massiver.

Mehr dazu: Geschichte der Gesetzesübertretung

Ist ein Leben im Einklang mit dem Gesetz noch möglich?

  • Bis vor wenigen Jahrzehnten waren die Konsequenzen des Gesetzes für die fast alle Menschen viel zu weit weg. Es war nirgendwo greifbar und es gab viel dringendere Probleme.
  • Das die Menschen für derartige Warnungen nicht empfänglich waren, ist ihnen somit kaum vorzuwerfen.

Inzwischen hat sich aber das Blatt gewandelt:

  • Die meisten Menschen wissen oder spüren, dass wir nicht ewig so weitermachen können. Dazu reicht eine normale Bildung und "gesunder Menschenverstand" aus.
  • Auch die Wissenschaft kommt immer mehr zu diesem Ergebnis und liefert Nachweise dafür. Beispielsweise hat der Mathematiker John Nash das Gesetz des eingeschränkten Wettbewerbes als optimalen Wohlstandgarant für die Wirtschaft & Gesellschaft mathematisch nachgewiesen. Er bekam dafür 1994 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften (s.Nutzen anstatt Profit).
  • Immer mehr Menschen (und nicht nur in den armen Ländern) bekommen bereits vermehrt am eigenen Leib die Auswirkungen unserer im Widerspruch befindlichen Handlungsweisen zu spüren.

Warum passiert immer noch so wenig, trotz der inzwischen für viele offensichtlich falsch gestellten Weiche?

Dafür gibt es viele Entschuldigungen, z.B.:

  • "den Meisten geht es immer noch zu gut"
  • "der Mensch ist und bleibt egoistisch auch zu Lasten anderer"
  • "man (der Einzelne) kann ja sowieso nichts tun"
  • "unsere Handlungen und Systeme sind so komplex, dass sie schwer zu durchschauen sind und man auch aufs Glatteis geführt werden kann (wie z.B. viele Politiker durch Lobbyismus)". Viele halten sich deswegen raus und schauen weiter zu.

Auch wenn ein Teil der Menschen diese Entschuldigungen oder jammern bevorzugen, sind die Menschen meist nicht so schlecht, wie angenommen wird. Trotzdem ist es möglich:

  • Es gibt bereits Millionen Menschen, welche etwas tun. Und es gibt noch mehr, die etwas tun wollen.
  • Jeder Einzelne davon kann eine ganze Menge bewegen!
  • Wenn die vielen Menschen, die etwas tun wollen, dies an den richtigen Stellen und in einer gesunden Art und Weise tun (z.B. Konkurrenz um die besten Ideen und Lösungen, Kooperation in Ressourcen, Erfahrungen und Wissen), sollte ein Neuland möglich werden.
  • Dieses Wiki will dabei als Handlungsleitfaden, zusätzliche Informationsquelle und Weitergabe von eigenem Wissen und Erfahrungen dienen.

Kategorien der Gesetzesübertretung mit gravierenden Beispielen

Zur Übertretung des Gesetzes zählen nicht nur Kriege gegen andere Völker oder Ausrottung von Tierarten. Solche "waffenlosen Gesetzesübertretungen" nehmen in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu. Inzwischen haben diese sogar die Schäden durch die Kriege überholt (zumindest wenn wir von einem 3. Weltkrieg absehen).

Grob kann die Übertretung des Gesetzes in 3 Kategorien eingeteilt werden:

  • Absichtliche Übertretung
  • In Kauf genommene Übertretung
  • Übertretung aufgrund äußerem Druck

Absichtliche Übertretung

Bei der absichtlichen Übertretung ist demjenigen klar, dass mit seinem Verhalten andere geschädigt werden. Hierzu zählen z.B:

  • Kriege: Auch im heutigen 21. Jahrhundert findet die Übertretung des Gesetzes weiterhin durch Kriege statt. Und zwar nicht nur von Diktatoren, sondern genauso von demokratischen Regierungen (z.B. Irakkrieg, Afghanistan...).
  • Ausnutzung von Macht: Machtpositionen bringen immer das Risiko mit sich, dass diese absichtlich gegen andere ausgenutzt werden:
    • In kleineren Institutionen ist dies noch nicht so problematisch, da hier die Macht nicht besonders groß ist (s.Größenproblematik).
    • Durch das globale Wachstum werden aber auch unsere Institutionen in Wirtschaft & Gesellschaft immer größer und damit kommt es zu immer gefährlicheren Machtkonzentrationen. Dieses Wachstum & Zentralisierung wird unterstützt, da immer noch viele Menschen dem Irrglauben unterliegen, dass eine große, starke, zentrale Institution ihre Aufgabe für die Gesellschaft besser & effizienter erfüllen kann.
    • In der Praxis zeigen sich meist große Schädigungen für die Gesellschaft aufgrund übergroßer Machtstrukturen (s.strukturelle Verantwortungslosigkeit.

Warum tun die Menschen so etwas absichtlich?

  • Die Fälle der absichtlichen Übertretung sind meist auf kurzfristiges Altland-Denkmuster der Menschen zurückzuführen.
  • Dieses Altland-Denken ist nicht so schnell aus unseren Köpfen herauszubekommen.
  • Deswegen sollten wir uns auch um eine organisatorische Änderungen unserer größeren Institutionen kümmern. Mit Neuland-Organisationsstrukturen richtet Altland-Denken keine nennenswerten Schäden mehr an.

In Kauf genommene Übertretung

Die "In Kauf genommene" Übertretung erfolgt:

  • zum Teil unabsichtlich aus Dummheit (die Schädigung von anderen ist tatsächlich dem Handelnden nicht bekannt). Dabei "erahnt" derjenige allerdings, dass evtl. andere geschädigt werden könnten. Trotzdem wird lieber nicht so genau hingeschaut oder die "Ahnung" überprüft. Sie wird vielmehr beiseite geschoben oder als Unsinn abgetan.
  • Zum anderen Teil zwar absichtlich, aber ungern und wird z.B. mit der Denkweise "Wenn ich es nicht mache, macht es ein anderer" gerechtfertigt.
  • Das Altland-Denkmuster in den Köpfen der Menschen wirkt hier unterstützend.

Beispiele

  • Das überall beschworene Wirtschaftswachstum kann in der Realwirtschaft höchstens noch zu Lasten der Umwelt (s.o. 1.Beispiel) erzielt werden. Allerdings wird auch dies immer schwieriger, da die eigene Grundlage zerstört (Böden, Regenwälder) oder aufgebraucht (Erdöl, Seltene Erden...) wird.
  • Die geforderten Renditen können deshalb vermehrt nur noch in der leistungslosen Wirtschaft erzielt werden. Die hohen Knappheitsrenten daraus resultieren zu 100% aus der Umverteilung von Abhängigen an Vermögensinhaber (=reine Gesetzesübertretung). Als Nebeneffekt geht die Schere zwischen Arm & Reich immer weiter auseinander.
  • Der Ausbau der o.g. "leistungslosen Wirtschaft" erfolgt vermehrt durch die private Aneignung von Lebensgrundlagen. Wichtige, von Natur aus freie Lebensgrundlagen werden sogar künstlich verknappt um daraus eine Rendite zu Lasten anderer erzielen zu können. Dies z.B. durch die Monopolisierung des Wissens. Z.B. müssen aufgrund von Pharma-Patenten jährlich unnötigerweise Millionen Menschen an Malaria, Tuberkulose und Aids sterben.
  • Die "Wirtschaftsbosse" (z.B. Vorstand einer Aktiengesellschaft) machen dies meist nicht mit Absicht, sondern weil sie sonst schnell ihren Job verlieren können, wenn die Rendite nicht mehr stimmt. Die Aktieninhaber (meist Banken, Versicherungen und Finanzinvestoren) bzw. die Verwalter der Aktiendepots der Kleinanleger (ebenso Banken, Versicherungen und Finanzinvestoren) sorgen schon dafür.

Übertretung aufgrund äußeren Druck

Beispiele

  • Bis heute wird unser materieller Fortschritt zum übergroßen Teil auf dem Rücken der Natur ausgetragen (Rohstoffausbeutung & billige Energie mit teilweise verheerenden Umweltschäden). Auch die Ernährung der wachsenden Bevölkerung erfolgt weiterhin zu Lasten der Natur durch die industrialisierte Landwirtschaft aber auch gegen Teile der Bevölkerung. Der Grund hierfür ist jeweils vor allem die Externalisierung von Umweltkosten.
  • Unsere Doktrin des Wirtschaftswachstum zwingt uns zu immer weiteren und gravierenderen Übertretungen des Gesetzes (mit nachhaltigen Wirtschaftsweisen wäre das geforderte exponentielle Wachstum nicht machbar). Eigentlich macht diese "Wachstumsgläubigkeit" gar keinen Sinn, da der Wohlstand durch das Wachstum des BIP gar nicht steigt. Im Gegenteil wirkt sich inzwischen der größte Teil der Wirtschaftsaktivitäten sogar negativ aus, wird aber trotzdem als "plus" gerechnet! (s.Bruttoinlandsprodukt).

Rückkehr zur Einhaltung des Gesetzes auf 4 Ebenen

Um das Naturgesetz des eingeschränkten Wettbewerbes einzuhalten müssen wir weder:

  • "zurück in die Höhle", noch
  • einen großen Teil der Erdbevölkerung "loswerden" (wie von manchen Extremisten gefordert), noch
  • unser Wirtschaftssystem komplett über den Haufen werfen (der freie Markt ist ein sehr gutes Werkzeug)!

Eine Rückkehr zum Gesetz erfolgt durch notwendige Änderungen auf 4 wichtigen Ebenen (Politik, Entfaltung, Organisation & persönliche):

  • Manche notwendige Maßnahmen betreffen dabei mehrere Ebenen.
  • Es würde vermutlich bereits reichen, wenn wir nur 1 dieser 4 Ebenen zu 100% ändern würden. Dies ist in der Praxis allerdings nicht möglich (bzw. würde zu viel Kraft kosten).
  • Wenn allerdings auf allen Ebenen global ein paar gute, wichtige Schritte erfolgen, sollte die Schädigung von Umwelt und Gesellschaft bereits "selbstorganisiert" zurückgehen.
  • Wenn wir diesen "Umkehrpunkt" erreicht haben, sollte schnell immer mehr Kraft frei werden für die Entwicklung & Umsetzung eines Neuland. In wenigen Jahrzehnten könnten wir dann tatsächlich einen viel lebenswerteren Planeten und viel mehr Freude und Erfüllung vorfinden. Langweilig würde aber trotzdem niemandem werden, denn neue Herausforderungen und interessante Ideen wird es immer geben...

Politische Ebene

Die politische Ebene hat vor allem mit politischen Leitlinien und der Konditionierung der Gesellschaft zu tun. Wichtige Änderungen sind hier:

  • Schrittweise Einführung einer Art Minderwertsteuer und Verbesserung der existierenden Minderwertsteuern (s.Minderwertsteuer).
  • Abkehr vom unsinnigen & zerstörerischen Wachstumspostulat (s.Wirtschaftswachstum & Bruttoinlandsprodukt):
    • Bisher wird das Wirtschaftswachstum als "Allheilmittel" für Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung gesehen.
    • Dies ist viel zu kurzsichtig und Wirft am Ende mehr Probleme auf als sie löst. Zeitgemäßere und langfristig wirksamere Konzepte zur Arbeitslosigkeit sind dagegen die Schaffung einer anderen Einkommensbasis (z.B. Grundeinkommen oder Neue Arbeit). Mit solch einer sicheren Einkommens-Basis, braucht auch niemand mehr auf viele Kinder als Altersvorsorge setzen und vermutlich würde sich damit auch unser Bevölkerungsproblem selbständig lösen.
    • Die Problematik der Staatsverschuldung ist am Ende am sinnvollsten (da selbstreguliert) mit einem Freien Geldsystem aus der Welt zu schaffen (s. auch Finanzkrise: Pest oder Cholera?).

Ebene der Entfaltungsmöglichkeiten

  • Heutzutage werden den meisten Menschen unnötige Grenzen gesetzt bzw. wichtige Ressourcen vorenthalten. Dadurch werden ihnen viele Entwicklungsmöglichkeiten und Gestaltungsspielräume genommen. Dies ist ähnlich einem Bonsai, welcher aufgrund seiner engen Pflanzschale nie die Statur des riesigen Baumes erreichen kann, von dem er eigentlich abstammt.
  • Es geht nicht darum, den Armen und Benachteiligten mehr zu geben. Es geht vielmehr darum ihnen nicht mehr soviel wegzunehmen aufgrund privater Aneignung von Lebensgrundlagen!
  • Es geht um die Schaffung bzw. Rückgewinnung freier Lebensgrundlagen. Dadurch gäbe es:
    • gleiche Chancen für alle
    • einen größeren Nutzen für die Gesamtgesellschaft
    • mehr Lebensqualität
    • mehr Kreativität und Selbstverwirklichung

Organisatorische Ebene

  • Um Schäden durch Egoismus von mächtigen Personen zu unterbinden: Einführung von Peer-Management in unseren großen & wichtigen wirtschaftlichen & gesellschaftlichen Institutionen.
  • Um Schäden durch Ausschluß & Ignoranz von vorhandenem wichtigen und notwendigen Wissen & Kreativität zu unterbinden: Einführung von Peer-Prozessorganisation in unseren großen & wichtigen wirtschaftlichen & gesellschaftlichen Institutionen.

Persönliche Ebene

  • Ein vermehrtes Neuland-Denken durch die Menschen wirkt sehr unterstützend auf o.g. Ebenen bzw. wird umso notwendiger umso schneller wir einen Wechsel nach Neuland schaffen wollen/müssen.
  • Dieses kann aber kaum von außen und schon gar nicht von oben "organisiert" werden. Dies kann nur jeder ganz persönlich und freiwillig angehen!

Quellen & Links

  • Sehr lesenswert dargestellt ist die hier beschriebene Problematik im preisgekrönten Buch Ismael von Daniel Quinn (ISBN 3-442-42376-7).
  • Das Buch Ismael lieferte die Idee zum Film Instinkt, welcher allerdings die Idee nicht optimal umsetzen konnte.
  • Die meisten "Naturvölker" haben nach dem Gesetz des eingeschränkten Wettbewerbes gelebt (einige tun es immer noch). Zum Beispiel haben die nordamerikanischen Indianer hier ein großes Wissen besessen: Das alte Wissen. Inzwischen sind die nordamerikanischen Indianer zwar nicht mehr vom Aussterben bedroht, aber die Meisten sind inzwischen auch dem Modell der "Gesetzesübertreter" gefolgt. Trotzdem wächst auf der anderen Seite auch eine Strömung, sich auf die alten Werte zurückzubesinnen, dabei aber nicht die "Uhr zurückzudrehen", sondern diese Werte in die heutige Zeit zu übertragen und zu leben. Dabei sind auch Andersfarbige (z.B. Weise) eingeladen. Ein Beispiel hierfür ist die Arbeit von Sunbear und dem Bärenstamm.
  • Der Konflikt zwischen "Einhaltern" des Gesetzes und "Übertretern" wird im Kinoerfolg "Avatar" als Science Fiction gut dargestellt. Dabei leben die Na’vi-Eingeborenen im Einklang mit dem Gesetz und setzen sich gegen die Übertreter und Eroberer ihres Planeten (die Menschen) zur Wehr.